Franken-BARF
Individuelle Ernährungsberatung für Hunde & Katzen

BARF ist zu kompliziert und zu zeitaufwendig?


Wer sich zum ersten Mal mit BARF beschäftigt, kann schnell den Eindruck bekommen, die Rohfütterung sei eine Wissenschaft für sich.

Bedarfswerte, verschiedene Fleischkomponenten, Innereien, Knochen, Ergänzungen, Öle – muss man wirklich all das ständig berechnen und jeden Tag zahlreiche einzelne Zutaten grammgenau abwiegen?

Nein. Eine bedarfsgerechte Fütterung benötigt zwar eine sinnvolle Planung, muss im Alltag aber nicht kompliziert sein.


Eine gute Planung nimmt viel Arbeit ab

Natürlich sollte BARF nicht bedeuten, einfach etwas Fleisch in den Napf zu geben und darauf zu hoffen, dass der Hund damit ausreichend versorgt ist.

Eine selbst zusammengestellte Ration muss die benötigten Nährstoffe und den Energiebedarf des Hundes berücksichtigen. Dazu gehören nicht nur Muskelfleisch, sondern je nach gewähltem Fütterungskonzept weitere tierische und pflanzliche Komponenten sowie gegebenenfalls notwendige Ergänzungen.

Das bedeutet aber nicht, dass der Hundehalter sämtliche Bedarfswerte kennen oder täglich selbst Berechnungen durchführen muss.

Genau dafür kann ein individuell erstellter Futterplan genutzt werden.


Sie müssen nicht selbst zum Ernährungsexperten werden

Wer sich intensiv mit Hundeernährung beschäftigen möchte, kann sich selbstverständlich umfangreiches Wissen über Nährstoffbedarfe, Futtermittel und Rationsgestaltung aneignen.

Notwendig ist das für die praktische Umsetzung eines fertigen Futterplans jedoch nicht.

Meine Aufgabe bei der Ernährungsberatung ist es, die Ration zu planen und die für den jeweiligen Hund geeigneten Mengen und Komponenten festzulegen.

Der Halter soll anschließend verstehen, was er füttert und wie er den Plan umsetzt – aber nicht jedes Mal selbst eine neue Ration berechnen müssen.


Komplettfutter macht BARF besonders einfach

Gerade deshalb erstelle ich meine Standard-Futterpläne als Komplettfutter bzw. Komplettmischung.

Dabei werden die vorgesehenen Komponenten nicht jeden Tag einzeln zusammengestellt, sondern für eine größere Gesamtmenge gemeinsam vorbereitet und miteinander vermischt.

Anschließend wird die fertige Mischung in passende Portionen aufgeteilt und eingefroren.

Das hat im Alltag einen großen Vorteil: Statt jeden Tag Muskelfleisch, Innereien, weitere Komponenten und Ergänzungen einzeln abzuwiegen, muss lediglich eine vorbereitete Portion aufgetaut und verfüttert werden.
Die eigentliche Arbeit fällt damit hauptsächlich beim Vorbereiten der Gesamtmischung an.


Einmal vorbereiten statt täglich rechnen

Wer beispielsweise eine größere Menge Futter auf einmal vorbereitet, kann damit je nach Hund für mehrere Tage oder Wochen versorgt sein.

Die benötigten Zutaten werden einmal entsprechend des Futterplans zusammengestellt, vermischt und portioniert.

Danach besteht die tägliche Fütterung im Wesentlichen daraus, die vorbereitete Portion rechtzeitig aufzutauen und in den Napf zu geben.

Natürlich benötigt das Vorbereiten einer selbst zusammengestellten Ration etwas mehr Zeit als das Öffnen eines Futtersacks.

Von einem täglichen komplizierten Berechnen und Abwiegen zahlreicher Einzelzutaten kann bei dieser Vorgehensweise aber keine Rede sein.


Komplettmischungen sind auch besonders flexibel

Ein weiterer Vorteil zeigt sich, wenn sich die benötigte Futtermenge verändert.

Bei einer Komplettmischung müssen nicht sämtliche Einzelkomponenten neu portioniert werden, nur weil beispielsweise die täglich benötigte Futtermenge etwas erhöht oder reduziert werden soll.

Das ist besonders praktisch bei Welpen und Jungtieren, deren Gewicht sich während des Wachstums regelmäßig verändert.

Die benötigte Tagesmenge kann entsprechend der Entwicklung angepasst werden, ohne dass jedes Mal sämtliche bereits vorbereiteten Portionen neu zusammengestellt werden müssen.

Auch deshalb nutze ich das Prinzip der Komplettmischung bei meinen Wachstumspaketen.


Und wenn ich lieber einen Wochenplan möchte?

Natürlich kann eine BARF-Ration auch anders aufgeteilt werden.

Bei einem klassischen Wochenplan können einzelne Komponenten auf unterschiedliche Tage oder Mahlzeiten verteilt werden.

Das ist jedoch für den Halter häufig mit mehr Aufwand verbunden: Die verschiedenen Bestandteile müssen entsprechend des Plans portioniert und bei der täglichen Fütterung richtig zugeordnet werden.

Hinzu kommt, dass insbesondere zu Beginn einer Futterumstellung häufig noch keine große Vielfalt an unterschiedlichen Komponenten notwendig oder sinnvoll ist. Ein Wochenplan bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jeden Tag ein völlig anderes Menü im Napf landet.

Für viele Halter ist die Komplettmischung deshalb die deutlich unkompliziertere Lösung.

Wer dennoch ausdrücklich eine andere Aufteilung oder Darstellungsform des Futterplans wünscht, kann dies selbstverständlich anfragen.


Muss alles grammgenau sein?

Ein Futterplan enthält konkrete Mengenangaben, damit die Ration nachvollziehbar und bedarfsgerecht umgesetzt werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass der Napf jeden Tag auf das einzelne Gramm identisch aussehen muss.

Entscheidend ist die korrekte Umsetzung der geplanten Gesamtration. Gerade bei einer vorbereiteten Komplettmischung gleichen sich kleinere Schwankungen bei einzelnen Portionen über die Gesamtmenge ohnehin aus.

Bei bestimmten Ergänzungen oder Nährstoffen kann eine genauere Dosierung allerdings wichtig sein. Die entsprechenden Mengen werden deshalb im individuellen Futterplan angegeben.


Kochen und Reinfleischdosen können ebenfalls unkompliziert sein

Eine selbst zusammengestellte Fütterung muss außerdem nicht zwingend BARF bedeuten.

Wer kein rohes Fleisch verarbeiten möchte, kann eine individuell zusammengestellte Ration auch kochen.

Eine weitere Möglichkeit sind Reinfleischdosen. Das Fleisch ist hierbei bereits erhitzt und kann entsprechend des Futterplans mit den benötigten weiteren Komponenten und Ergänzungen kombiniert werden.

Auch hier gilt: Nur Fleisch allein ergibt keine vollständige Ration. Die Zusammenstellung muss entsprechend geplant werden.

Welche Variante im Alltag am besten funktioniert, hängt deshalb nicht nur vom Hund, sondern auch von den persönlichen Möglichkeiten und Vorlieben des Halters ab.


Bei Erkrankungen und besonderen Anforderungen wird es anspruchsvoller

Bei einem gesunden erwachsenen Hund kann eine einmal sinnvoll geplante Fütterung im Alltag sehr unkompliziert umgesetzt werden.

Anders sieht es aus, wenn Erkrankungen, Unverträglichkeiten, besondere Wünsche oder andere gesundheitliche Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

Dann kann die Planung deutlich komplexer werden und beispielsweise zusätzliche Berechnungen, die Prüfung vorhandener Futtermittel oder eine genauere Auswahl einzelner Komponenten erforderlich machen.

Das bedeutet aber wiederum nicht, dass der Halter all diese Berechnungen selbst durchführen muss.

Genau hier liegt der Sinn einer individuellen Ernährungsberatung: Die komplexe Arbeit findet bei der Planung statt – die spätere Fütterung soll für den Halter möglichst verständlich und alltagstauglich sein.


Fazit

BARF muss weder kompliziert noch täglich besonders zeitaufwendig sein.

Eine selbst zusammengestellte Ernährung benötigt eine fachgerechte Planung und sollte nicht nach dem Prinzip „irgendwie Fleisch, Gemüse und ein paar Zusätze“ erfolgen.

Ist die Ration jedoch einmal passend zusammengestellt, lässt sie sich insbesondere als Komplettmischung sehr einfach vorbereiten und verfüttern.

Wer nicht roh füttern möchte, kann außerdem auf eine individuell zusammengestellte Kochration oder eine Ration auf Basis von Reinfleischdosen zurückgreifen.

Mein Ziel bei der Futterplanerstellung ist deshalb nicht, Ihnen möglichst viele Berechnungen und Regeln mitzugeben, sondern eine bedarfsgerechte Fütterung so zu planen, dass sie sich anschließend möglichst einfach in Ihren Alltag integrieren lässt.


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